Laut dem Statistischen Bundesamt arbeitete im Jahr 2022 fast ein Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland von zu Hause aus. 2019 (vor Corona) waren es noch 12,9 Prozent – der Anteil hat sich seitdem also fast verdoppelt. Für immer mehr Teams gehört Remote-Arbeit heute zum Alltag. Im aktuellen State of Hybrid Work Report sprachen sich sogar 66 Prozent der europäischen Arbeitnehmenden für ein allgemeines Recht auf Homeoffice aus.

Dennoch tun sich viele Unternehmen noch immer schwer, die richtige Strategie zu finden, um ihre digital vernetzten Teams zu managen. Der zentrale Erfolgsfaktor im virtuellen Zeitalter ist dabei eine klare Remote-Team-Kommunikation. Wir zeigen euch im Folgenden, worauf es genau ankommt und wie eine Kommunikation in Unternehmen und Teams mit einem hohen Remote-Anteil aussehen sollte.

Die Herausforderungen von Remote-Kommunikation

Schauen wir uns zunächst an, welche Herausforderungen und Probleme Remote Work für Teams mit sich bringen kann.

 

Erreichbarkeit

Einer der herausforderndsten Aspekte der Remote-Team-Kommunikation ist die Erreichbarkeit. Da Teammitglieder möglicherweise in verschiedenen Zeitzonen arbeiten oder ihre eigenen Zeitpläne haben, kann es schwierig sein, alle zur gleichen Zeit zu erreichen. Das gilt insbesondere für dringende Anfragen oder spontane Diskussionen.

 

Sichtbarkeit

Aus den Augen, aus dem Sinn – Remote-Mitarbeitende werden leider schnell übersehen. So hat fast die Hälfte der im Rahmen des State of Hybrid Work Reports Befragten das Gefühl, für Führungskräfte nicht sichtbar zu sein, wenn sie remote arbeiten.

Doch das gilt nicht nur für Führungskräfte: 54 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eher diejenigen nach ihrer Meinung fragen, mit denen sie physisch zusammenarbeiten, anstatt Remote-Kolleg:innen zu kontaktieren.

Ein großes Problem, das sich daraus ergibt, ist die Entstehung von Silos. Die Kolleg:innen kennen sich untereinander nicht und wissen auch nicht, was andere Abteilungen machen und wer gerade an welchen Aufgaben arbeitet.

📽️ Die Unsichtbaren sichtbar machen – das sollte vor allem in der Remote-Team-Kommunikation ein wichtiger Leitsatz sein. Wie genau das funktioniert, verrät Christian Fremy, Teamleiter Interne Kommunikation beim NDR, in seiner Session auf dem Haiilo Breakfast Club. Wir haben seine Experten-Insights für euch aufgezeichnet. Schaut rein!

Informeller Austausch

Im Remote-Umfeld gibt es oft weniger Gelegenheiten für den informellen Austausch wie den Flurfunk. Der Flurfunk beschreibt zufällige Gespräche, die sich zwischen Kolleg:innen am Arbeitsplatz ergeben, zum Beispiel an der Kaffeemaschine, in der Mittagspause oder eben auf dem Flur.

Laut Studien kann Klatsch und Tratsch positive Auswirkungen auf das Gemeinschaftsgefühl und auch die Produktivität haben. Man spricht hier vom „Watercooler-Effekt“, abgeleitet von den typischen Wasserspendern in großen US-amerikanischen Büros.

Flurfunk ist aber mehr als nur Small Talk oder Bürogeschwätz. In spontanen Diskussionen – ob am Wasserspender oder an der Kaffeemaschine – tauschen Kolleg:innen auch wichtige Informationen und Wissen sozusagen „on the go“ aus. Er kann somit ein wichtiger Kanal für informelles Lernen sein.

 

Beziehungsaufbau

Der Aufbau und die Pflege von Beziehungen zwischen Teammitgliedern gestaltet sich im Remote-Kontext schwieriger als im Büro. Oft wird in virtuellen Meetings nur über arbeitsbezogene Themen gesprochen. Ohne informelle Gespräche am Arbeitsplatz und gemeinsame Mittagspausen müssen Teammitglieder aktiv daran arbeiten, persönliche Bindungen aufzubauen und zu pflegen.

Studie: 35 % der Mitarbeitenden finden, dass es schwerer ist, eine Beziehung zu Kolleg:innen aufzubauen, die man noch nie persönlich getroffen hat

Sprachliche und kulturelle Barrieren

In globalen Remote-Teams können sprachliche und kulturelle Unterschiede die Kommunikation erschweren. Wenn unterschiedliche Sprachen, Kommunikationsstile und kulturelle Normen aufeinandertreffen, sind Missverständnisse und Konflikte oft nicht weit. Hier braucht es eine Kommunikation, die offen und sensibel mit diesen Unterschieden umgeht.

 

Identifikation

Durch die geografische Distanz kann es für Remote-Mitarbeitende schwieriger sein, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Die Unternehmenswerte werden traditionell vor Ort gelebt. Persönliche Interaktionen und das physische Arbeitsumfeld bieten dabei eine natürliche Plattform, um Unternehmenskultur zu verkörpern. Remote-Teams müssen daher bewusst daran arbeiten, die Unternehmenswerte in ihren virtuellen Interaktionen und ihrer Arbeitsweise zu reflektieren.

 

Engagement

Mal selbst an die Nase gefasst: Bringt ihr euch in Online-Meetings genauso ein wie im Büro? Vielen fällt es tatsächlich schwer, sich in digitalen Gesprächen zu engagieren, vor allem wenn sie die Gesichter der anderen Teilnehmenden nicht sehen oder nicht einschätzen können, ob und wann sie andere Beteiligte unterbrechen dürfen. Hier braucht es kreative Wege, um Remote-Mitarbeitende einzubeziehen und sie zur aktiven Teilhabe zu motivieren.

 

Kommunikationskanäle

Tools für die digitale Team-Kommunikation gibt es heute reichlich auf dem Markt. Entsprechend komplex und unübersichtlich wird in vielen Unternehmen mit der Zeit die Toollandschaft. Falsche Technologien sowie fehlende Regeln für die Nutzung können die Produktivität und Effizienz eurer Teams stark beeinträchtigen.

 

Kommunikationsüberfluss

Das Jevons-Paradoxon, ebenso als Rebound-Effekt in der Ökonomie bekannt, lässt sich auch in der Remote-Kommunikation beobachten: So kann die Einführung effizienter Technologien und Tools für die interne Kommunikation dazu führen, dass die Teams häufiger und intensiver kommunizieren. Dieser Kommunikationsüberfluss kann sich wiederum negativ auf die Produktivität auswirken.

So gaben im State of Hybrid Work Report beispielsweise 38 Prozent der Remote-Arbeitenden an, dass sie zu viel Zeit in Online-Meetings verbringen. Entscheidend ist also, das richtige Maß an Kommunikation zu finden.

 

Integration von verschiedenen Modellen

Nicht zuletzt besteht eine große Herausforderung darin, die Bedürfnisse von heterogenen Teams mit unterschiedlichen Arbeitsmodellen zu vereinen. Ob im Büro, fully remote oder im hybriden Modell – eine gute interne Kommunikation sollte alle erreichen und gleichermaßen einbinden.

Zitat Vera Terporten

Bedeutung von asynchroner vs. synchroner Kommunikation

Eine erfolgreiche Remote-Team-Kommunikation ist eine Kombination aus synchronen und asynchronen digitalen Kommunikationsformen. Nur eine ausgewogene Balance aus beiden ermöglicht es, unabhängig von Zeit und Ort effizient zusammenzuarbeiten und doch in den richtigen Situationen ganz nah beieinander zu sein.

Synchrone Kommunikation meint dabei alle Kommunikationsformen, die in Echtzeit stattfinden. Sie eignet sich vor allem für schnelle Unterhaltungen, zeitkritische Angelegenheiten, spontanes Brainstorming sowie komplexere Themen und Diskussionen, die man am besten direkt klärt. Vor allem aber hilft Synchronität dabei, sich persönlich und emotional auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen. Mögliche Kanäle in der Remote-Kommunikation sind dabei Chats, Videokonferenzen und virtuelle Events.

Asynchrone Kommunikation zeichnet sich dagegen durch ihre Verzögerung aus. Das heißt, die Kommunikationsparteien interagieren nicht unmittelbar miteinander, sondern mit einigem zeitlichen Abstand. Das macht sie zur vorrangigen Kommunikationsform für Remote-Teams – ob Ankündigungen per E-Mail, die Bereitstellung von wichtigen Unternehmensinformationen im Intranet oder die Zusammenarbeit im Projektmanagement-Tool. Der große Vorteil ist, dass asynchrone Kommunikation flexibel geplant werden kann und zudem dokumentiert wird.

📚 Lesetipp: Ihr wollt noch tiefer in das Thema eintauchen? Dann holt euch auf unserem Blog unsere Tipps für eine effiziente asynchrone Kommunikation!

Digitale Technologien und Tools für Remote-Teams

Die richtigen Technologien und Tools auszuwählen und zu implementieren, spielt eine entscheidende Rolle für eine effiziente Kommunikation in Remote-Teams.

  • Virtuelle Meetings: Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams oder Google Meet ermöglichen es Teams, sich in Video- oder Audiokonferenzen zu treffen. Das ermöglicht eine direkte, persönliche Kommunikation, die der in persönlichen Treffen nahekommt.
  • Instant Messaging: Tools wie Slack, Microsoft Teams oder Discord erleichtern die sofortige Kommunikation zwischen Teammitgliedern. Sie ermöglichen schnelle Fragen, Diskussionen und den Austausch von Informationen in Echtzeit.
  • Projektmanagement-Tools: Trello, Asana, Jira und ähnliche Tools helfen Teams, ihre Projekte zu organisieren, Aufgaben zuzuweisen, den Fortschritt zu verfolgen und Termine einzuhalten – auch wenn die Teammitglieder an verschiedenen Standorten arbeiten.
  • Dokumentenfreigabe und Zusammenarbeit: Dienste wie Google Drive, Dropbox oder Microsoft OneDrive eignen sich dafür, Dokumente, Tabellen, Präsentationen und mehr zu teilen und gemeinsam in der Cloud daran zu arbeiten, unabhängig davon, wo sich die Teammitglieder befinden.
  • Virtual Whiteboards und Brainstorming-Tools: Plattformen wie Miro oder MURAL bieten virtuelle Whiteboards, auf denen Teams Ideen visualisieren, zusammenarbeiten und Brainstorming-Sitzungen abhalten können.
  • E-Mail und Kalender: Die klassische E-Mail und der Kalender sind wichtige Werkzeuge für die Terminplanung, die Koordination von Meetings und die Kommunikation von wichtigen Informationen.
  • Social Intranet: Ein Social Intranet wie Haiilo bietet Funktionen für Gruppenchats, Diskussionsforen, Nachrichtenfeeds, Wissensdatenbanken, Wiki-Seiten, Feedbackmechanismen und mehr, um die Kommunikation, Zusammenarbeit und Kultur in Remote-Teams zu fördern und zu unterstützen.
  • Mitarbeiter-App: Als mobile Plattform für Teamkommunikation, Zugriff auf Unternehmensressourcen, Mitarbeiterverzeichnisse, Ankündigungen, Ereignisse und vieles mehr erleichtert die Mitarbeiter-App die ortsunabhängige Kommunikation und Information von Remote-Mitarbeitenden.

Das ist erst einmal eine lange Liste mit vielen verschiedenen Tools. Teil einer guten Kommunikationsstrategie, die die Bedürfnisse eurer Remote-Teams berücksichtigt, ist der Aufbau eines Tool-Stacks, der nicht überfordert und die Anwendungen sinnvoll miteinander verbindet. Eine Employee Communications Platform wie Haiilo ermöglicht euch zum Beispiel praktische Integrationen und dient so als zentrale Anlaufstelle für die digitale Kommunikation in eurem Unternehmen.

📚 Lesetipp: In unserem Vergleich der wichtigsten internen Kommunikationskanäle erfahrt ihr noch mehr über die Vor- und Nachteile der gängigsten Kommunikationsmittel in Unternehmen.

Auflistung der Instrumente für die Kommunikation in Remote-Teams

Strategien für eine erfolgreiche Remote-Team-Kommunikation

Die Einführung von digitalen Kommunikationstools allein macht noch lange kein Remote-Team. Oft werden Büroabläufe einfach nur digitalisiert und dabei vernachlässigt, dass Remote-Mitarbeitende eigene Arbeitsweisen, Bedürfnisse und Anforderungen haben.

Wir haben die zehn wichtigsten Punkte zusammengetragen, wie ihr eure Remote-Team-Kommunikation strategisch angeht.

 

1. Passt eure Workflows an die Remote-Bedürfnisse an

Analysiert eure aktuellen Workflows. Passt sie an die Bedürfnisse eurer Remote-Teams an und entwickelt bei Bedarf neue Praktiken. Prüft zum Beispiel, ob euer hybrides Allhands-Meeting wirklich alle Beteiligten gleichermaßen einbindet oder eure Remote-Mitarbeitenden einfach nur virtuell zugeschaltet sind, das Meeting aber hauptsächlich im Büroumfeld stattfindet.

Was eure Remote-Teams wirklich benötigen, findet ihr am besten über Mitarbeiterbefragungen heraus. Führt beispielsweise nach dem Allhands-Meeting eine Pulsumfrage durch und holt euch direktes Feedback ein.

 

2. Setzt klare Richtlinien und Erwartungen

Um die Distanz in Remote-Teams zu überwinden, muss man einfach mehr kommunizieren, oder? Ein Trugschluss! Denn genau dann kommt es zum oben beschriebenen Jevons-Paradoxon.

Wichtiger als Häufigkeit ist Klarheit. Klärt eure Erwartungen und definiert Richtlinien für eure Kommunikation, zum Beispiel für welche Arbeitsanforderungen synchrone oder asynchrone Mittel die richtige Wahl sind. Stimmt euch auch transparent zu euren Erreichbarkeiten ab.

Wie bei allem gilt auch hier: Achtet auf das richtige Maß. Legt Regeln fest, aber lasst euren Remote-Teams ein gewisses Maß an Autonomie, um von den Vorteilen von Homeoffice auch wirklich profitieren zu können.

 

3. Vertraut euren Remote-Teams

Vertrauen ist das A und O im Management von Remote-Teams. Missversteht die klaren Richtlinien nicht als Aufforderung zu Micromanagement. Messt die Leistung eurer Mitarbeitenden nicht an ihrer Präsenz, sondern an den Resultaten, die sie erbringen.

Wir sind der Meinung, moderne Mitarbeiterkommunikation sollte ein Dialog auf Augenhöhe sein – nur so kann nachhaltiges Vertrauen entstehen.

 

4. Geht aktiv auf eure Remote-Mitarbeitenden zu

Es sollte in eurem Interesse sein, auch Mitarbeitende anzuhören, deren Gesichter nicht ständig präsent und die nicht unmittelbar greifbar sind. Natürlich ist es einfacher, die Kollegin am Nachbarschreibtisch nach ihrer Meinung zu fragen. Neue Perspektiven erhaltet ihr so aber nicht.

Geht aktiv auf eure Remote-Mitarbeitenden zu, bezieht sie bei euren Entscheidungen ein, profitiert von ihren einzigartigen Ideen und haltet durch regelmäßiges Reinhören den Kontakt aufrecht.

📚 Lesetipp: Warum kontinuierliches Employee Listening so wichtig ist, könnt ihr auf unserem Blog nachlesen.

 

5. Kommuniziert transparent und authentisch

Der Schlüssel für eine klare Kommunikation ist Transparenz. Dazu gehört zum Beispiel, dass ihr rechtzeitig über Änderungen informiert, Abläufe dokumentiert und im besten Fall Fragen beantwortet, bevor sie entstehen und zu Problemen werden. Rechtzeitig heißt dabei, dass alle gleichzeitig auf demselben Stand sind. Oft breiten sich Informationen erst vor Ort aus, bevor sie die Remote-Teams erreichen.

Neben einem regen Informationsfluss spielt auch Authentizität eine große Rolle. Eine ehrliche, emotionale und glaubwürdige Kommunikation fördert die Bindung und den Zusammenhalt in der virtuellen wie der analogen Arbeitswelt. Konkret bedeutet das zum Beispiel auch, mit Fehlern offen umzugehen oder Erfolge gemeinsam zu feiern.

 

6. Passt eure Kommunikation an eure Zielgruppen an

Der aktuelle Speiseplan der Kantine interessiert eure Remote-Teams herzlich wenig. Alle in die interne Kommunikation einzubeziehen, heißt nicht, alle mit denselben Informationen zu überschütten. Achtet stattdessen auf personalisierte Botschaften, die bei euren Zielgruppen wirklich ankommen. Dazu solltet ihr diese aber auch kennen. Hier kommen wir also wieder zu dem Punkt, dass ihr die Bedürfnisse und Interessen eurer Remote-Teams mithilfe von Umfragen, aktivem Zuhören sowie Datenanalysen herausfinden solltet.

📚 Lesetipp: Personalisierung ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine interne Kommunikation, die alle erreicht, und zu Recht bei den aktuellen Kommunikationstrends ganz vorne mit dabei. Auf unserem Blog haben wir uns mal genauer angeschaut, was das eigentlich bedeutet und wie ihr ein modernes Intranet personalisieren könnt.

 

7. Teilt euer Wissen mit allen

Teilt euer Wissen nicht nur an der Kaffeemaschine. Um den kollegialen, standortübergreifenden Wissensaustausch zu fördern, könnt ihr zum Beispiel Coaching- und Mentoring-Programme ins Leben rufen. Bringt eure Mitarbeitenden zudem dazu, auch informelle Lerninhalte aus persönlichen Erfahrungen und dem Daily Doing für alle zugänglich zu machen, zum Beispiel in Blogartikeln.

💡 Good to know: Ein Thought-Leadership-Programm stärkt euch übrigens nicht nur intern, sondern gibt auch eurer Marke einen mächtigen Schub. Mit dem Employee-Advocacy-Modul von Haiilo könnt ihr eure Mitarbeitenden direkt aus dem Social Intranet heraus zu Markenbotschafter:innen machen.

 

8. Stellt den Zugang zu den richtigen Tools sicher

Eine effiziente Remote-Arbeit ist sehr abhängig von einer guten technischen Ausstattung. Zu den Basics gehören natürlich leistungsfähige Geräte und ein stabiles Intranet. Zudem braucht es, wie oben beschrieben, eine durchdachte Toollandschaft. Aber auch damit ist es noch nicht getan: Stellt sicher, dass eure Mitarbeitenden die nötigen Kompetenzen mitbringen, um die Technologien effizient zu nutzen. Bietet bei Bedarf Schulungen an und achtet auf ein gutes Onboarding für die Tools.

 

9. Gebt euren Mitarbeitenden Zeit für die Kommunikation

Interne Kommunikation wird leider auch heute noch in vielen Unternehmen nur als Nebensache behandelt, was Remote-Teams dann besonders zu spüren bekommen. Umso wichtiger ist, dass ihr die Bedeutung einer guten Kommunikation hervorhebt und euren Mitarbeitenden Zeit dafür einräumt – auch für informelle Gespräche. Es sollte zum guten Ton gehören, dass sich Remote-Mitarbeitende regelmäßig zu virtuellen Kaffeepausen verabreden. Ebenso sollte es keine schrägen Blicke geben, wenn sie morgens erst einmal die Unternehmensnews durchscrollen, Beiträge im Intranet kommentieren oder die wichtigsten Erkenntnisse aus einer Studie teilen, bevor sie mit ihren eigentlichen Aufgaben des Tages beginnen.

 

10. Investiert in ein gutes Onboarding

Gehen wir nun zurück zum Anfang: Denn alles beginnt mit einem guten Onboarding. Macht eure neuen (Remote-)Mitarbeitenden vom ersten Tag an mit euren Erwartungen, Kommunikationsrichtlinien, Workflows, Tools und nicht zuletzt den Kolleg:innen bekannt, egal von wo sie arbeiten.

  • Gebt euren Mitarbeitenden in eurem Social Intranet Raum, um sich selbst vorzustellen und sorgt dafür, dass die neuen Gesichter direkt in der Timeline der Kolleg:innen auftauchen. So können alle die neuen Mitarbeitenden vom ersten Tag richtig im Unternehmen verordnen.
  • Schafft für eure Mitarbeitenden eine digitale Community, zum Beispiel im Intranet, um sich von Beginn an austauschen zu können und sich mit dem Unternehmen vertraut zu machen. 

📽️ Unser Kunde Rotkäppchen-Mumm hat eine solche Onboarding-Community, in die alle zukünftigen Mitarbeitenden eingeladen werden. So lernen sie schon frühzeitig das Intranet kennen. Zudem bekommen sie über die Community auch die wesentlichen Fakten zum Unternehmen mit. Schaut gern ins Video, um mehr zu erfahren!

Tipps und Best Practices für die Kommunikation in Remote-Teams

Zum Schluss wollen wir euch noch ein paar einfache, praktische Tipps mitgeben, um eure Kommunikation in Remote-Teams zu verbessern:

  • Blockt Arbeits- und Kommunikationszeiten im Kalender! Der Kalender ist eines der wichtigsten Tools für eure Teamorganisation, besonders wenn ihr zu unterschiedlichen Zeiten arbeitet beziehungsweise produktiv seid. Setzt Blocker für Fokuszeiten und kommuniziert, wann ihr für spontane Nachrichten erreichbar seid. Generell: Macht den Kalender für andere Kolleg:innen einsehbar, um für mehr Transparenz zu sorgen und euch so besser absprechen zu können.
  • Reagiert auf Nachrichten! Damit ist nicht gemeint, dass ihr sofort auf alles antworten müsst. Es reicht schon, wenn ihr kurz ein Augen-Emoji schickt, um zu signalisieren, dass ihr die Nachricht gelesen habt. Kurze Rückmeldungen zum Status – wenn auch nur in Emoji-Form – machen die Zusammenarbeit transparenter.
  • Fragt nach! Sicherlich habt ihr auch schon einmal eine Nachricht falsch verstanden oder Ironie überlesen. Bevor Missverständnisse entstehen und ihr etwas hineininterpretiert, was gar nicht da ist, fragt lieber nach.
  • Organisiert euch in Communities! Digitale Mitarbeiter-Communities sind eine tolle Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun. Hier könnt ihr euch nicht nur zu arbeitsbezogenen Themen, sondern auch zu privaten Interessen austauschen. Richtet zudem eine Hilfe-Community ein, in der sich die Kolleg:innen gegenseitig helfen können.
  • Macht mehr Videos! Eigentlich ein No-Brainer: Zeichnet Besprechungen, Workshops und andere wichtige Meetings auf und stellt sie für alle zur Verfügung, die nicht live dabei sein können. Auch Video-Tutorials sind oft schneller aufgenommen und verständlicher als lange schriftliche Anleitungen.
  • Erstellt Mitarbeiterprofile! Wenn man nicht täglich im selben Raum zusammenarbeitet, ist es auch schwerer, herauszufinden, wie das Teammitglied eigentlich tickt. Erstellt daher Steckbriefe, in denen ihr zum Beispiel eure produktiven Zeiten, bevorzugten Kommunikationskanäle und Vorstellungen für ein gutes Remote-Teamwork festhaltet. Insgesamt solltet ihr eure Mitarbeiterprofile, beispielsweise im Intranet, gut pflegen.
  • Druckt eure Unternehmenswerte aus! So verliert niemand mehr eure Unternehmensphilosophie aus den Augen. Druckt sie aus und rahmt sie ein, sodass eure Mitarbeitenden sie sich auf den Schreibtisch stellen oder an die Wand hängen können – vor Ort im Unternehmen und zu Hause. Ebenso könnt ihr Culture Booklets als Print zur Verfügung stellen, die alle immer griffbereit an ihrem Arbeitsplatz liegen haben.
  • Verabredet euch! Und zwar nicht nur mit den üblichen Verdächtigen. Warum nicht einfach mal zufällige Kaffee-Dates auswürfeln oder neue Mitarbeitende im Onboarding-Prozess mit jemandem aus einer ganz anderen Abteilung oder einem anderen Standort für ein kurzes Gespräch zusammenführen? So lernt ihr nicht nur eure Remote-Mitarbeitenden besser kennen.
  • Bietet eine Anlaufstelle für Remote-Themen! Benennt klare Ansprechpartner:innen für eure Remote-Teams, an die sie sich bei Fragen, Problemen und Anregungen wenden können.

📚 Lesetipp: Mehr Tipps, wie ihr die Kommunikation im Team fördern könnt – ob vor Ort oder remote –, findet ihr auf unserem Blog.

Zitat Sabine Einwiller: Durch den eingeschränkten persönlichen Kontakt bei virtueller Zusammenarbeit wird es schwieriger, Mitarbeitende zu binden und zu motivieren. Kreativität und neue Ansätze sind gefragt, um alle anzusprechen und einzubeziehen – sowohl Mitarbeitende vor Ort als auch virtuell Arbeitende

Was am Ende zählt: Klarheit statt Häufigkeit

Der Motor für erfolgreiche Remote-Arbeit ist eine klare Kommunikation. Nicht die Häufigkeit der Kommunikation, sondern die Qualität entscheidet, ob sich Remote-Mitarbeitende gehört, verstanden und einbezogen fühlen. Eine gute Teamkultur sollte nicht davon abhängig sein, ob man sich physisch zufällig im gleichen Raum befindet.

Zusammenhalt und Vertrauen entstehen vor allem im Remote-Umfeld aus der bewussten Entscheidung, aufeinander zuzugehen, die Bedürfnisse des Gegenübers zu berücksichtigen und gemeinsam kreative Wege zu finden, um als Team zusammenzuwachsen.

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